Programm

1. Mai 2014

2. Mai 2014

3. Mai 2014

Bitte beachten Sie

Die Konferenzeröffnung, alle Plenarvorträge, das gesamte Kolloquium und die Kaffeepausen finden im Vortragsraum der Bibliotheca Albertina statt. Die Panelvorträge finden parallel in der Bibliotheca Albertina und auf der gegenüberliegenden Straßenseite in der Beethovenstraße 15 in Raum H2 0.10 statt. Jede Panelsession ist in zwei parallel ablaufende Gruppen gesplittet: Die Vorträge von Gruppe 1 werden immer in der Bibliotheca Albertina abgehalten und die Vorträge der Gruppe 2 immer in der Beethovenstraße 15 in Raum H2 0.10.

Alle Kolleginnen und Kollegen, die einen Panelvortrag halten, nutzen bitte 20 Minuten für ihren Vortrag und 10 Minuten zur Diskussion.

Philosophie der Konferenz

Im Zentrum der Tagung stehen die kulturellen, sozialen und anthropologischen Voraussetzungen von Sprachgebrauch und Sprachverstehen. Es soll ein Forum geboten werden für den Austausch von Forschungsergebnissen sowie von work in progress im Rahmen dreier Themenfelder:

Einerseits steht das Verhältnis von sprachlicher und kontextueller Information beim Äußerungsverstehen zur Diskussion – verbunden mit der Frage, wie der Einfluss kontextueller Information auf die Äußerungsinterpretation konkret auszubuchstabieren ist. Leitend für diese Fragestellung ist die Einsicht, dass sich vermeintlich kontextunabhängige Bedeutungs-aspekte immer stärker auch als kontextsensitiv erweisen. Eine zufriedenstellende Beschreibung des Verhältnisses von sprachlicher und kontextueller Information und der Integration der heterogenen Wissensquellen ist allerdings noch zu leisten.

Darüber hinaus geht es um die Frage der Perspektivität des sprachlichen Handelns. Kommunikation wird als Abgleich unterschiedlicher Perspektiven von Sprecher und Adressat aufgefasst, wobei die Spanne von der unterschiedlichen Positionierung der Gesprächspartner in der konkreten Äußerungssituation bis hin zu jeweils unterschiedlichen Hintergrundannahmen in der Vorgeschichte der Äußerungssituation reicht. Dem hierfür grundlegenden Konzept des ‚common ground‘ wird in einigen rezenten Ansätzen allerdings die Vorstellung eines ‚egozentric speaker‘ entgegengestellt, der primär von salienten Merkmalen der Kommunikationssituation ausgeht.

Schließlich wird der Bereich der Kommunikation von Primaten in den Blick genommen, was es erlaubt, die Theorie menschlichen Sprachhandelns einerseits als spezifisch kulturell auszuzeichnen, andererseits aus der Sicht der Verhaltensforschung gemeinsame Züge mit der Kommunikation nicht-menschlicher Primaten festzumachen. Dieses Forschungsprogramm fokussiert auf den Umschlagpunkt von nicht-menschlicher zu menschlicher Kommunikation, vor allem mit Blick auf die ontogenetische Entwicklung des menschlichen Kleinkindes; auch sollen Ansätze thematisiert werden, sich unter den Begriffen der Soziobiologie und der Humanethologie versammeln und die Natur-Kultur-Dichotomie grundsätzlich in Frage stellen.

Beachten Sie auch die Liste unserer eingeladenen Sprecher

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